Drei Dinge, die Tageslicht mit Deinem Körper macht

Die Tage werden kürzer, die Störche ziehen nach Afrika und die Bären bereiten sich auf den Winterschlaf vor. So mancher von uns würde es gern genauso halten wie die Störche oder Bären, denn die dunkle Jahreszeit heißt nicht umsonst „dunkel“: Vielleicht hast Du das Gefühl, es wird gar nicht richtig hell und bist dauernd müde. Das ist kein Wunder, denn Tageslicht hat vielfältigen Einfluss auf Deinen Körper. Im Sommer kannst Du das sehr gut beobachten, denn die UV-B-Anteile des Tageslichts macht Deine Haut braun. Die Helligkeit des Sonnenlichts hat aber auch darüber Einfluss auf Dich, genauer gesagt auf Deinen Hormon- und Vitaminspiegel. Diese drei Dinge stellt Tageslicht mit Deinem Körper an, auch im Herbst und Winter:

Tageslicht sorgt für Vitamin D

Vitamin D stärkt die Knochen und wirkt sich positiv auf die Muskelkraft aus. Vitamin-D-Mangel macht müde und schlapp. Doch glücklicherweise nimmt Vitamin D auch eine Sonderrolle unter den Vitaminen ein, denn Dein Körper kann es selbst herstellen, wenn Tageslicht auf die Haut trifft. So deckst Du etwa 80 bis 90 Prozent Deines Vitamin-D-Bedarfs, zumindest wenn Du rausgehst und Dir die Herbstsonne ins Gesicht scheinen lässt.

Tageslicht kurbelt die Serotonin-Produktion an

Serotonin ist ein wundervolles Hormon, denn es macht Dich glücklich. Serotonin sorgt dafür, dass Du auf Stress gelassener reagierst. Es wirkt stimmungsaufhellend und motivationsfördernd, ein guter Serotoninspiegel befördert einen erholsamen Schlaf und sorgt dafür, dass Du dich rundum wohl fühlst. Deshalb ist Schokolade übrigens so gesund: Schokolade kurbelt die Serotonin-Produktion an, ebenso wie Bananen. Leider nur in geringem Maße.

Wenn Du dich echtem Tageslicht aussetzt, steigt Dein Serotoninspiegel hingegen stark an, das Gegenteil spürst Du im Herbst oft: Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, fühlst Du dich manchmal antriebslos und schlapp, eine Folge des sinkenden Serotoninspiegels. Normales Kunstlicht kann das Tageslicht nicht ersetzen, es ist nicht intensiv genug. Deshalb gibt es gegen den Herbstblues oder Winterblues Tageslichtlampen mit einer Beleuchtungsstärke von 10.000 Lux. Sie gleichen den Mangel an Tageslicht aus und machen Dich auch an einem trüben Tag fit.

Tageslicht baut Melatonin ab

Melatonin ist nicht der böse Zwilling von Serotonin, aber es wirkt genau andersherum. Melatonin wird umgangssprachlich auch als Schlafhormon bezeichnet und bei Dunkelheit in der Zirbeldrüse des Gehirns produziert. Es sorgt dafür, dass Du Dich müde fühlst und schlafen gehst. Im Zusammenspiel mit Serotonin sorgt es deshalb für einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus: Wird es hell, beginnt Dein Körper mit der Serotonin-Produktion und baut Melatonin ab. Wird es wieder dunkel, stellt Dein Körper die Herstellung von Serotonin ein und produziert Melatonin.

Morgens Serotonin, abends Melatonin, so einfach kann es sein. Während eine Tageslichtlampe mit ihrem aktivierenden blauweißen Licht Dich morgens ganz schön in Schwung bringen kann, solltest Du abends blaues Licht vermeiden. Rötliches Licht hingegen sorgt für eine kuschelige Atmosphäre, kein Wunder: Rötliches Licht behindert die Melatonin-Produktion nicht.

Es hilft also nichts: Wenn Du Dich im Herbst und Winter müde fühlst, brauchst Du mehr Tageslicht, zum Beispiel durch einen langen Spaziergang in der Mittagssonne oder durch eine aktivierende Lichtdusche. Das geht übrigens auch am Arbeitsplatz. Und wenn Du mal mit Deinem Kind im Dunkeln unterwegs bist, findest Du hier ein paar Tipps, um aufzufallen.