Swipe to the left

So schützt ihr euch vor Infektionen wie dem Corona-Virus

So schützt ihr euch vor Infektionen wie dem Corona-Virus
1 month ago

Eine Ansteckung mit Corona kannst Du wahrscheinlich nur dann vollständig ausschließen, wenn Du Dich in einem luftdichten Bunker von der Außenwelt abschottest. Das Risiko einer Infektion kannst Du für Dich und Deinen kleinen Liebling trotzdem minimieren – mit ganz einfachen Maßnahmen.

Schmier-Infektion und Tröpfchen-Infektion

Bei Erkältungen, Grippe, Corona-Virus und den meisten anderen verbreiteten Infektionsarten wird der Erreger per Schmier-Infektion, Tröpfchen-Infektion oder über beide Wege verbreitet.

Vereinfacht gesagt läuft eine Tröpfchen-Infektion wie folgt ab: In Deiner Nähe niest oder hustet ein infizierter Mensch, schleudert die Erreger in einer großen Wolke um sich herum in die Umgebungsluft, Du atmest diese Erreger ein und kannst Dich anstecken.

Bei der Schmier-Infektion wandern die Erreger zum Beispiel über Türklinken, Haltestangen in Bus und Bahn oder andere Wege auf Deine Hände. Wenn Du dann mit Deinen Händen Deine Augen reibst, Dir über den Mund wischst oder Fritten isst, können die Erreger in Deinen Körper eindringen – oder wenn Du Dein Kind berührt, Dein Kind infizieren.

Quelle: Gushenkova / shutterstock.com

Händewaschen gegen Schmier-Infektion

Die einfachste Art, sich vor einer Schmier-Infektion zu schützen, ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen, so landen die Erreger an Deinen Händen im Abfluss und nicht in Deinem Körper. Damit schützt Du nicht nur Dich, sondern auch Dein Kind, wenn Du Deinen kleinen Liebling zum Beispiel fütterst oder dem Du einen Essensrest vom Mund abwischt.

Regelmäßig heißt: So oft wie möglich, zum Beispiel in folgenden Situationen:

  • Wenn Du nach Hause kommst
  • Vor dem Essen
  • Nach dem Toilettengang
  • Nachdem Du Bus oder Bahn gefahren bist

Wenn Du unterwegs bist und lange keine Gelegenheit hast, Dir die Hände zu waschen, kannst Du auch ein kleines Fläschchen mit Desinfektionsmittel besorgen. Aber Händewaschen ist effektiver, weil viele Desinfektionsmittel keine Viren abtöten. Händewaschen tötet zwar auch keine Viren, aber sie verschwinden dadurch von Deinen Händen.


Gründlich heißt: Krempelt die Arme hoch, zieht am besten Ringe, Uhren oder Armbänder aus und los: Hände ordentlich nass machen und einseifen, am Besten 30 Sekunden lang. Denkt dabei auch an den Handrücken, an die Zwischenräume zwischen den Fingern und Eure Fingerkuppen. Insbesondere die Fingerkuppe am Daumen vergisst man gern. Anschließend spült ihr gründlich nach und trocknet Euch die Hände. Nutzt auf öffentlichen Toiletten, wenn möglich, Papier-Handtücher. Pro-Tipp: Toilettentür anschließend mit dem Ellenbogen öffnen. Nochmal in Kürze:

  • Ärmel hochkrempeln
  • Ringe, Uhren und Armbänder wenn möglich ablegen
  • Hände ordentlich nass machen
  • Alles gut einseifen, mind. 30 Sekunden, auch Fingerkuppen und Zwischenräume
  • Denkt an den Daumen und den Handrücken
  • Seife gründlich abwaschen
  • Hände trocknen

Regelmäßiges Händewaschen schützt auch Dein Baby vor einer Infektion, da Du gar nicht erst zum Überträger wirst.


Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), infektionsschutz.de, http://www.infektionsschutz.de/mediathek/infografiken/, CC BY-NC-ND

Atemschutz gegen Schmier-Infektion

Atemschutz-Masken, die bei Grippe-Epidemien schnell ausverkauft sind, auch bei der drohenden Corona-Virus-Epidemie oder der Schweinegrippe vor einigen Jahren, schützen nicht vor dem Einatmen von Erregern, aber sie sind dennoch nützlich. Erinnere Dich daran, dass die Erreger bei der Schmier-Infektion in Deinen Körper gelangen, weil Du mit den infizierten Händen ins Auge oder an den Mund fasst - und das kann unbewusst sehr häufig passieren. Der Mundschutz hindert Dich dann zumindest daran, Dir an den Mund zu fassen (oder Dich grüblerisch am Kinn zu kratzen, während Du diese Tipps liest).

Wenn der Atemschutz ausverkauft ist und Du trotzdem einen solchen Schutz haben möchtest, kannst Du auch einen Schal oder ein Tuch vor den Mund binden oder Atemschutz-Masken aus dem Baumarkt für Handwerker benutzen.

Atemschutz gegen Tröpfchen-Infektion oder: Richtig husten und niesen.

Der übliche Atemschutz schützt Dich nicht vor einer Tröpfchen-Infektion. Es gibt besonders dichten Atemschutz, der auch vor Tröpfchen-Infektionen schützt, dieser ist aber so unbequem, dass Du ihn spätestens nach 30 Minuten wieder ausziehen willst. Er hat nur dann einen Sinn, wenn Du selbst infiziert bist. Dann hält der Atemschutz nämlich einen Großteil der Erreger von Deinen Mitmenschen fern. Wenn Du krank bist, gehörst Du zwar ins Bett, aber auf dem Weg zum Arzt oder zur Apotheke ist ein Atemschutz deshalb sinnvoll, wenn Du an einer Infektion leidest, die per Tröpfchen-Infektion verbreitet wird. Auch Dein Baby kannst Du so durchaus schützen. Außerdem gilt zum Schutz Deiner Mitmenschen natürlich: Huste in Deine Armbeuge, nicht in Deine Hände. Niese in ein Taschentuch, entsorge das Taschentuch direkt danach und wasche Dir anschließend möglichst die Hände.

Was für Dich und Dein Baby gleichermaßen gilt: Kontrolliere regelmäßig Deine Körpertemperatur um auf Fieber zu reagieren. Suche ggf. einen Arzt auf. Und natürlich: Bleibe wenn möglich daheim im Bett und kuriere dich aus, wenn Du wirklich krank bist.


Headerbild: LightField Studios / shutterstock.com

Gefällt Dir dieser Beitrag? Wir freuen uns wenn Du ihn teilst.