Swipe to the left

5 Mythen rund um das kindersichere Zuhause

5 Mythen rund um das kindersichere Zuhause
2 years ago

ins ist sicher: Eltern möchten ihre Kinder vor potentiellen Gefahren schützen. Das eigene Zuhause kindersicher zu gestalten ist dabei immens wichtig. Denn 60% aller Unfälle von Kindern ereignen sich gerade in den ersten 4 Lebensjahren in der häuslichen Umgebung und nicht im Straßenverkehr. Einer der vielen Gründe für die häufigen Unfälle ist, dass selbst die vorsichtigsten und sorgfältigsten Eltern die Gefahren im eigenen Haushalt unterschätzen oder an Kindersicherheitsmythen glauben. Diese Mythen entstehen meist durch fehlerhafte Informationen oder längst überholte Ratschläge von Familienangehörigen und Freunden. Wir decken die häufigsten Mythen auf und erklären was sich dahinter verbirgt:

Mythos 1: Mein Zuhause ist kindersicher

Sind noch keine Kinder im Haus, wird das eigene Zuhause gemütlich eingerichtet. Schon nach kurzer Zeit haben Haushaltsgegenstände ihren festen Platz: Küchengeräte, Reinigungsmittel, Scheren, Pflegeutensilien, usw. Irgendwann bereichert der Nachwuchs die Familie, man richtet ein schönes Kinderzimmer oder einen Bereich für den kleinen Liebling ein. Die anderen Wohnbereiche werden aus Gewohnheit gar nicht hinterfragt und die Gefahren unterschätzt: der große Flatscreen, der schöne Glastisch, liebgewonnene Pflanzen, die unbefestigte Kommode, die Geschirrschublade, …

Von all diesen Gegenständen kann eine Gefahr ausgehen. Erwachsene unterschätzen oft die Neugierde und Kreativität der kleinen Entdecker und können sich kaum vorstellen, auf welche Ideen Kinder kommen können und von welchen Gegenständen sie angezogen werden. Nur so lässt sich die große Unfallhäufigkeit im häuslichen Bereich erklären. Daher ist es wichtig, dass Eltern lernen, die Umgebung aus der Perspektive der Kinder zu betrachten. Mama und Papa sollten ihren kleinen Abenteurer aufmerksam beobachten, denn jedes Kind ist anders, entwickelt sich in seinem eigenen Tempo und hat ganz individuelle Interessen und Fähigkeiten.

Mythos 2: Das Zuhause kindersicher zu machen ist aufwendig und Sicherheitsartikel behindern mich in meinem Alltag

Herdschutzgitter

Um das eigene Zuhause kindersicher zu gestalten, sollte man sich schon etwas Zeit nehmen. Man muss jedoch nicht alles auf einmal machen, sondern step-by-step und der Entwicklung des Kindes entsprechend. Oft sind es die eigenen Gewohnheiten, die man hinterfragen sollte: das Kochen auf den hinteren Herdplatten ist sicherer als auf den vorderen, das Messer oder die Tasse mit heißem Tee sollte sich nicht am Tischrand befinden, Wasch- und Reinigungsmittel müssen außerhalb der Reichweite von Kindern stehen, usw.

Viele Eltern befürchten auch, dass Sicherheitsprodukte wie Schubladensicherungen, Treppengitter oder Herdschutzgitter, sie in ihren Alltag behindern oder einschränken könnten. Werden jedoch gute und hochwertige Produkte eingesetzt, sind sie leicht zu bedienen und vor allem zuverlässig. Es bedarf vermutlich mehr Zeit und Geduld, sein Kind ständig von einer Schublade wegzuschicken oder es zu ermahnen, als einmal eine Schubladensicherung zu installieren.


Mythos 3: Mein Kind ist niemals unbeaufsichtigt

Schrank-Kippsicherung

Vor allem beim ersten Kind glauben Eltern oft, dass ihr Kleines nie unbeaufsichtigt sein wird und dass sie es immer im Blick haben werden. Sie können sich jedoch einfach nicht vorstellen, wie schnell selbst ein krabbelndes oder ein laufendes Kind sein kann. Außerdem ist es vermessen, zu glauben, man könnte sein Kind lückenlos beobachten. Im Laufe des Tages macht man diverse Tätigkeiten, die die elterliche Aufmerksamkeit vom Kind ablenken. Mal klingelt das Telefon, mal ist jemand an der Tür, mal muss das Mittagessen zubereitet oder auch mal das stille Örtchen aufgesucht werden. Diese kurze Unachtsamkeit ist leider dafür verantwortlich, dass der Sturz vom Wickeltisch bei Säuglingen die häufigste Unfallursache ist. Im Alltag kann man also keine 100%ige Überwachung gewährleisten und wenige Sekunden reichen schon aus. Durch die Verwendung von Sicherheitsprodukten und die Beachtung einfacher Sicherheitstipps können Eltern gefährliche Unfälle verhindern und ihre Kinder vor Verletzungen beschützen.

Mythos 4: Ich bringe meinem Kind das Wörtchen „Nein“ bei

Fenstersicherung

Oft sind Eltern der Meinung, man müsse dem Kind einfach das Wörtchen „Nein“ beibringen bzw. dass es gewisse Sachen nicht machen oder anfassen darf. Das ist grundsätzlich richtig und ein wichtiger Teil der Erziehung. Nur ist damit nicht gesagt, dass das Kind auch immer das tut, was es soll. Es kann auch passieren, dass es tagelang die Regel befolgt und irgendwann seiner Neugierde und seinem Impuls nachgibt. Auch das ist normal und gehört zur kindlichen Entwicklung dazu, denn bis zu einem Alter von 4 Jahren fehlt Kindern noch jegliches Bewusstsein für Gefahren. Erst mit einem Alter von ca. 8 Jahren können Kinder vorausschauend Gefahren erkennen und sich besser davor schützen. Es braucht daher viel Zeit, Geduld und viele Wiederholungen, bis ein Kind gewisse Regeln und Grenzen verinnerlicht hat und sie befolgt. In der Zwischenzeit sollte man sicherstellen, dass das Zuhause keine großen Gefahren birgt und die kindliche Neugierde nicht mit schlimmen Konsequenzen bestraft wird.

Mythos 5: Ich habe einen Sicherheitsartikel korrekt installiert, mein Kind ist nun sicher

Montage eines Sicherheits-Artikels

Sicherheitsartikel sollen Kinder beschützen und Eltern den Alltag erleichtern. ABER: Sicherheitsartikel ist nicht gleich Sicherheitsartikel. Leider gibt es bisher nur wenige gesetzliche Richtlinien und Vorgaben für diese Produktgruppen, sodass es viele Artikel auf dem Markt gibt, die nicht das halten was sie versprechen. Sparen Sie also nicht an dieser Stelle und achten Sie auf eine gute Produktqualität. Erfahren Sie hier mehr über die Qualität und Sicherheit der Produkte von reer.

Um neue Maßstäbe zu setzen, arbeiten wir mit Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammen und engagieren uns aktiv für mehr Kindersicherheit:

  • der genauen Beachtung der Montageanleitung
  • der individuellen räumlichen Gegebenheiten
  • dem richtigen Gebrauch

Ist ein Produkt richtig installiert worden, sollten Eltern regelmäßig überprüfen, ob es noch einen festen Halt hat und richtig verschließt. Darüber hinaus kann ein Sicherheitsartikel nur bis zu einem gewissen Alter eingesetzt werden, bis das Kind es selbst entsichern kann. Ein Kindersicherheitsartikel kann folglich niemals die Aufsicht der Eltern ersetzen, es dient immer nur als Unterstützung im Alltag.

Gefällt Dir dieser Beitrag? Wir freuen uns wenn Du ihn teilst.

Diese Produkte könnten Dich interessieren