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Was und ab wann sollte mein Baby trinken?

Was und ab wann sollte mein Baby trinken?
11 days ago

Sollte ich meinem Baby Wasser anbieten? Viele Mütter fragen sich, ob zusätzliche Flüssigkeit notwendig ist. Während der Stillzeit ist Dein Kind optimal mit ausreichend Wasser versorgt, welches es über die Muttermilch aufnimmt. Danach heißt es: zusätzliche Flüssigkeit zu jeder Beikostmahlzeit anbieten.

Braucht mein Baby Wasser?

Damit der kleine Körper Deines Babys mit ausreichend Flüssigkeit versorgt ist, nimmt es Wasser über die Muttermilch auf. Zusätzliches Wasser ist deshalb nicht notwendig und sollte Deinem Kind während der Stillzeit auch nicht angeboten werden. Obwohl der menschliche Körper auf Wasser angewiesen ist, dürfen Babys nicht zu viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Denn: zu viel Wasser sorgt dafür, dass das Natrium aus dem Körper geschwemmt wird. Es kommt zu einem Natriummangel. Das ist besonders gefährlich für Dein Baby, da es aufgrund der salzarmen Nahrung ohnehin nicht sehr viel Natrium im Körper hat. Solltest Du Dich noch in der Stillzeit befinden, brauchst Du Deinem Baby also keine zusätzliche Flüssigkeit anzubieten.

Ab wann kann ich meinem Baby zu trinken anbieten?

Sobald Dein Kind mit den Beikostmahlzeiten beginnt, darfst Du ihm zu jeder selbst gemachten oder gekauften Mahlzeit zusätzliche Flüssigkeit anbieten. Der Regelfall ist: Dein Baby trinkt viel, wenn es älter wird und wächst. Nun wird es sich langsam an Wasser zu jeder Mahlzeit gewöhnen und der kleine Körper von Deinem Baby wird mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Wichtig: anbieten - nicht aufdrängen. Mache Dir keine Sorgen, wenn Du zu Beginn das Gefühl hast, Dein Baby trinkt zu wenig. Es muss sich noch daran gewöhnen, dass es jetzt zu jeder Beikostmahlzeit etwas zu Trinken bekommt. Sollte Dein Baby regelmäßig nasse Windeln haben und rosig im Gesicht wirken, ist es ein positives Zeichen dafür, dass der Körper hydriert ist.

Baby trinkt wenig - was tun?

Wenn Du merkst, Dein Baby trinkt sehr wenig und macht einen matten Eindruck auf Dich, solltest Du Rücksprache mit einem Arzt halten. Ein Baby trinkt wenig, wenn es zum Beispiel keinen Appetit hat und wenig Durst verspürt. Manchmal hängt das mit Fieber oder einer Erkältung zusammen. In diesem Fall kannst Du Deinem Baby auch Getränke anbieten, wenn es gerade keine Beikostmahlzeit bekommt. Das zusätzliche Anbieten erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Baby zu trinken beginnt. Bedenke immer: Dein Baby trinkt wenig, aber jedes Baby hat einen anderen Körper. Wenn es keine gesundheitliche Ursache dafür gibt, dass Dein Kind wenig trinkt, reguliert das Baby sein Trinkverhalten in der Regel immer selbst. Außerdem gilt: Dein Baby trinkt viel, wenn es schwitz und mehr Flüssigkeit ausscheidet. Das ist etwa an besonders heißen Tagen der Fall. Dein Baby trinkt viel Wasser im Sommer, wenn Du es ihm regelmäßig über den Tag verteilt anbietest.

Was sollte ich meinem Baby zu trinken geben?

Wasser ist ideal für das Baby, wenn es Beikostmahlzeiten bekommt. In der Regel musst Du kein abgepacktes Wasser kaufen, welches speziell für das Baby hergestellt wird. Du kannst Leitungswasser verwenden, da es in Deutschland als sauberes Trinkwasser gilt. Um sicherzugehen, dass Krankheitserreger abgetötet werden, kochst Du das Wasser ab. Lasse es auf Raumtemperatur abkühlen, bevor Du es Deinem kleinen Liebling anbietest, denn das ist die ideale Temperatur für Dein Baby. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt außerdem: vor dem 1. Lebensjahr dem Baby keine Kuhmilch anbieten. Abgesehen davon, dass Kuhmilch sich für Dein Baby im jungen Alter nicht eignet, gilt es auch nicht als Flüssigkeit, sondern ganze Mahlzeit, da ein Baby davon satt werden kann. Hier erfährst du mehr darüber, was Du deinem Baby als Beikost anbieten kannst.

Sobald Du Deinem Baby Wasser anbietest, wirst Du merken, dass sein Trinkverhalten sich von selbst reguliert. Als Richtwert gilt, dass Dein Baby zu Beginn bis zu 200 ml zusätzliches Wasser trinkt. Zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr sollte Dein Baby bis zu 800 ml Wasser am Tag trinken. Bedenke auch hier, dass das Trinkverhalten von Kind zu Kind variiert, da jeder Körper anders ist.

Süße Flüssigkeiten - darf mein Baby das trinken?

Mütter greifen gerne mal zu Kindertees oder Säften, wenn sie merken: das Baby trinkt zu wenig. Da diese Produkte jedoch oft gezuckert sind, solltest Du davon absehen. Auf Dauer führen sie zu Karies und weiteren gesundheitlichen Problemen, wie etwa Übergewicht. Idealerweise stillst Du den Durst Deines Babys mit stillem Wasser. So gewöhnst Du es daran und es fehlt ihm an nichts. Wasser ist deshalb immer die erste Wahl für Dein Baby.

Gefahren: Wasservergiftung beim Baby

Wenn Dein Kind noch keine Beikostmahlzeit erhält und Du Deinem Baby ein Fläschchen mit Wasser anbietest, kann es zu einer Wasservergiftung kommen, sobald es zu viel Flüssigkeit aufnimmt. Zu viel Wasser im Körper sorgt dafür, dass der Salz-Haushalt massiv gestört wird. Wichtige Nährstoffe werden aus dem Körper geschwemmt. In der Fachwelt ist das als Hyperhydration bekannt, bei der es im Extremfall zu ernsthaften Organschäden kommen kann, wenn eine Wasservergiftung beim Baby vorliegt. Wenn Du also eine Wasservergiftung beim Baby vermeiden möchtest, achte stets darauf, dass es während der Stillzeit kein zusätzliches Wasser bekommt. Wenn Du sichergehen möchtest, bespreche dies mit deinem Kinderarzt. Eine Wasservergiftung beim Baby sollte nicht unterschätzt werden, weil der kleine Körper des Babys schnell überfordert ist. Symptome für eine Wasservergiftung beim Baby können sein, dass es Durchfall und Fieber hat und sich erbricht.

Fazit: Wasser ja, aber erst, wenn es Beikostmahlzeiten gibt

Dein Baby ist während der Stillzeit mit genügend Flüssigkeit versorgt. Sobald es Beikostmahlzeiten erhält, bietest Du Deinem Baby Trinken zu jeder Mahlzeit an. Idealerweise greifst Du zu stillem, abgekochtem Wasser auf Raumtemperatur. Überfordere Dein Kind nicht mit zu viel Wasser, wenn es das gerade nicht trinken möchte. In der Regel reguliert es sein eigenes Trinkverhalten. Sobald Du eine Auffälligkeit beim Trinkverhalten Deines Babys bemerkst, solltest Du den Rat eines Arztes einholen.

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