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Die richtige Ernährung...
Nicht viel, aber schön vielseitig. Endlich schwanger! Und als ob das jetzt nicht schon schön genug wäre, auch noch das Doppelte essen dürfen! Haben Sie sich nicht insgeheim auch auf diesen angeblichen „Nebeneffekt“ der Schwangerschaft gefreut? Auch ein bisschen auf das Zunehmen, wenn es ja quasi ein „Muss“ ist? Mindestens ein Jahr keine Diät mehr, nicht mal einen Gedanken ans Abnehmen verschwenden...?! Seit einigen Jahren allerdings hält sich das Gerücht „Das Doppelte essen!“ immer weniger. Inzwischen wissen wir: Eher „Das Doppelte an Nährstoffen!“ gilt. Denn was Sie mehr brauchen, sind nur circa 250 Kalorien täglich, was etwa 50 g Kürbiskernen, ¼ l Bananenmilch, oder 200 g Quarkauflauf mit Äpfeln entspricht. Und jetzt? Doch wieder Essenskontrolle und Kalorien zählen? Auf keinen Fall! Den Kalorien- oder Nährstoffbedarf pro Tag müssen Sie nicht penibel kontrollieren, sondern die Angaben dienen nur dazu, dass Sie ein Gefühl dafür bekommen, welche Nährstoffe (Hauptnährstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente) am wichtigsten sind und wo ein zusätzliches Präparat notwendig ist. Auch weiterhin gilt: Keine Diäten während der Schwangerschaft und Stillzeit! Statt dessen dürfen Sie sich verwöhnen von Kopf bis Fuß und von Innen nach Außen. Mit dem Besseren an Essen, anstatt dem Doppelten. Machen Sie ruhig die verrücktesten Geschmackserfahrungen bei plötzlichen Heißhungerattacken und probieren noch nie kombiniertes Essen. Denn dieser Heißhunger auf bestimmte Kombinationen entsteht meist aus der Unterversorgung von bestimmten Nährstoffen, die Ihrem Kind gerade fehlen. Genauso wichtig sind auch Ihre Abneigungen. Hören Sie hier auf Ihren Körper! Wenn Sie irgend etwas plötzlich nicht mehr mögen, oder Ihnen vielleicht sogar schon vom Geruch schlecht wird, lassen Sie es auf jeden Fall weg. Denn es sind höchstwahrscheinlich Inhaltsstoffe in diesen Produkten enthalten, die Ihrem Kind schaden würden. Unser Körper kann sich eben am besten merken, welche Inhaltsstoffe in welchen Situationen gebraucht werden oder schaden. Wir müssen „nur“ auf ihn hören. Versuchen Sie mehrere Malzeiten am Tag zu essen, um Ihren Körper regelmäßig mit Nährstoffen zu versorgen.
Ein paar Beispiele und Tipps für Zwischenmahlzeiten:
- Schneiden Sie sich Obst und Gemüse in kleine Stückchen, die Sie nebenher gut naschen können.
- Auch ein Glas Milch, warm oder kalt, ist eine gute Zwischenmahlzeit. Zum Beispiel können Sie die Milch etwas mit Zucker und Zimt süßen, was auch sehr gut schmeckt. Kakao ist nicht geeignet, da die enthaltene Gerbsäure Kalzium bei der Aufnahme hemmt.
- Nehmen Sie Zusatzpräparate am besten immer mit einem Abstand von ungefähr zwei Stunden nach oder vor den Mahlzeiten ein um zu verhindern, dass sich manche Nährstoffe bei der Aufnahme gegenseitig hemmen.
Auf einige Sachen sollten Sie während Ihrer Schwangerschaft verzichten, oder zumindest einschränken. Rohes Fleisch zum Beispiel sollten Sie ganz vermeiden, da es die Infektionskrankheit Listeriose auslösen kann, die Ihrem Baby sehr schaden kann. Kaufen Sie mageres Fleisch und mageren Fisch, um nicht zu viel Cholesterin oder Fett aufzunehmen. Leber und Leberprodukte (z.B. Leberwurst) sollten Sie sehr einschränken, wenn nicht sogar ganz weg lassen, da neben vielen Nährstoffen auch sehr viele Schadstoffe darin enthalten sind – je nach dem wie alt das Tier war. Bei Milch- und Milchprodukten sollten Sie aufpassen, dass diese pasteurisiert sind. Denn die ebenfalls darin enthaltenen Listeriose-Bakterien sind für Ihr Kind gefährlich, obwohl sie für Sie selbst nichts ausmachen. Hartkäse ist hier ein guter Ersatz.
Ganz verzichten sollten Sie auf jeden Fall auf Alkohol trinken und Rauchen! Denn durch viel Alkoholkonsum kann es bei Ihrem Kind zu geistigen und körperlichen Entwicklungsrückständen kommen. Das Risiko am plötzlichen Kindstod zu sterben, ist bei Babys von Raucherinnen und Passivraucherinnen erhöht. Außerdem können Herz und Lunge geschädigt sein. Vielleicht wollten Sie ja schon öfter aufhören mit dem Rauchen, haben es aber bisher leider nicht geschafft. Lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen, sondern nutzen Sie den neuen Lebensabschnitt und versuchen Sie es noch einmal! Aber diesmal für die Gesundheit von Ihnen beiden. Gibt es einen schöneren Grund als Ihr Baby, um aufhören müssen zu rauchen?
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